Die Tutor:innen-Ausbildung

Den Tutor:innen wer­den in einer pra­xis­ori­en­tier­ten Basis­aus­bil­dung die Kom­pe­ten­zen ver­mit­telt, um die Kin­der opti­mal zu betreu­en. In der beglei­te­ten Pra­xis­pha­se ver­tie­fen sie die erwor­be­nen Fähig­kei­ten.

Basis­aus­bil­dung

Die Gra­fik zeigt eine Über­sicht der Basis­aus­bil­dung, die aus fünf Modu­len besteht und ins­ge­samt 14 Stun­den dau­ert. In der obers­ten Zei­le sind die Modu­le eins bis fünf dar­ge­stellt, sowie die jewei­li­ge Dau­er und ob sie selbst­stän­dig oder vor Ort und in Grup­pen durch­ge­führt wer­den. Modul 1 besteht aus einer ein­stün­di­gen Vor­be­rei­tung, die von allen Teilnehmer:innen selbst­stän­dig durch­ge­führt wird, und einem drei­stün­di­gen Modul vor Ort im Grup­pen­rah­men. Das Ele­ment vor Ort ent­hält die Lek­ti­on über das Modell von Leh­ren und Ler­nen (MLL) und den Unter­richt „Sozia­le Hin­ter­grün­de und Ver­an­schau­li­chung für die eige­nen sozia­len Fähig­kei­ten“ durch die Sozi­al­ar­bei­te­rin. Modul 2 ver­tieft das Ver­ständ­nis des MLL.
In Modul 3 über­ge­ben die Lehrer:innen den Tutor:innen die indi­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­plä­ne ihrer Kin­der. Nach einer Lek­ti­on über die all­ge­mei­ne Struk­tur und den Inhalt des Ver­mitt­lungs­plans (der auf dem MLL basiert) berei­ten die Tutor:innen mit Unter­stüt­zung des:der Fachdidaktikexpert:in (FDX) ihre ers­te Unter­richts­stun­de mit ihrem Kind vor. Eine Prä­sen­ta­ti­on der Ver­mitt­lungs­plä­ne vor den ande­ren Tutor:innen, gefolgt von einer Rück­mel­dung zu dem Plan, schließt das Modul ab. Zwi­schen den Modu­len erhal­ten die Tutor:innen eine schrift­li­che Rück­mel­dung zu ihren Plä­nen und über­ar­bei­ten sie ent­spre­chend.
In Modul 4 üben die Tutor:innen Sequen­zen aus ihrem geplan­ten Unter­richt in Rol­len­spie­len mit ande­ren Kursteilnehmer:innen, die als Schüler:innen fun­gie­ren.
In Modul 5 wer­den die Sequen­zen mit spe­zi­ell vor­be­rei­te­ten Kin­der­schau­spie­lern geübt, die die Rol­le der Schüler:innen über­neh­men. Die Sequen­zen in bei­den Pra­xis­mo­du­len wer­den unter stän­di­ger Bezug­nah­me auf das Modell von Leh­ren und Ler­nen eva­lu­iert.
Durch die pra­xis­na­he Aus­bil­dung füh­len sich die Tutor:innen sehr gut auf die Stun­den mit “ihren” Kin­dern vor­be­rei­tet. Vor allem die Ver­wen­dung der Schau­spiel­kin­der im letz­ten Modul wur­de als sehr rea­li­täts­na­he und wert­voll für ihr Ler­nen als Tutor:innen beur­teilt.

Beglei­te­te Pra­xis­pha­se

In der beglei­te­ten Pra­xis arbei­ten die Tutor:innen sehr eng mit Kolleg:innen, Lehrer:innen, Coach:innen und Fachdidaktikexpert:innen zusam­men, wodurch die effek­ti­ve Unter­stüt­zung der betreu­ten Kin­der gewähr­leis­tet wird.
Die drei Teil­pha­sen sind durch die drei auf­ein­an­der auf­bau­en­den hori­zon­ta­len Bal­ken in der Dar­stel­lung sym­bo­li­siert:

  • A. Online-Feed­back zu den Ver­mitt­lungs­plä­nen durch Coach:in. Alle Tutor:innen laden die aus­ge­füll­ten Ver­mitt­lungs­plä­ne in Online-Ord­ner hoch. Coach:in ist bestrebt, inner­halb von 3 Tagen ein Feed­back zu den Ver­mitt­lungs­plä­nen zu geben, sodass Tutor:in das Feed­back in den nächs­ten Pla­nungs­zy­klus ein­be­zie­hen kann.
  • B. Hos­pi­ta­tio­nen durch Coach:in und Fachdidaktikexpert:in (je eine Hos­pi­ta­ti­on pro Tutor:in). Ziel der Hos­pi­ta­tio­nen ist es, Feed­back zum aktu­el­len Unter­richt zu geben. Für die Hos­pi­ta­tio­nen wur­de eine spe­zi­el­le Vor­la­ge erstellt, um den Lern­fort­schritt aller Teilnehmer:innen zu doku­men­tie­ren. Ein wei­te­res Ziel ist es, die Tutor:innen dar­auf vor­zu­be­rei­ten, in der nächs­ten Pha­se selbst Hos­pi­ta­tio­nen durch­zu­füh­ren.
  • C. Hos­pi­ta­tio­nen durch ande­re Tutor:innen (je eine Hos­pi­ta­ti­on pro Tutor:in). Die Tutor:innen hos­pi­tie­ren den Unter­richt von Kolleg:innen nach dem glei­chen Mus­ter wie in Pha­se B.